Dies soll keine Anleitung, sondern nur ein kurzer Erfahrungsbericht sein. Die Installation von Linux auf Laptops ist immer noch eine kitzlige Sache und nur erfahrenen Linux-Usern zu empfehlen. Insbesondere kann ich keine Haftung für etwaige Schäden übernehmen, die durch die Befolgung von Aussagen, die sich im folgenden Text finden, ergeben.
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Komponente |
Hersteller, Typ, Größe |
|---|---|
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Prozessor (CPU), Taktrate |
Intel Pentium 4 M, 2.2GHz |
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Chipsatz (Host- und AGP-Bridge) |
Intel 82845 845 (Brookdale) |
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Chipsatz (PCI-Bridge) |
Intel 82801BAM/CAM |
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Hauptspeicher |
1024MB, PC2100 DDR-SDRAM (2x 512MB) |
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Display |
15,4" WSXGA (1650x1080) |
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Graphikkarte |
nVidia, GeForce4 4200 Go, 64MB |
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Festplatte |
FUJITSU MHT2040AT, 40MB (9,5mm) |
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optisches Laufwerk |
SAMSUNG CDRW/DVD SN-324F; Combo-Modul (8x DVD; 24/10/24x CD-RW) |
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Netzwerkinterface (intern) |
Broadcom BCM4401 (100Base-T) |
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Sound |
Intel Multimedia Controller 82801DB AC'97 Audio |
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USB |
Intel 82801DB (3 Hubs, 1 EHCI Controller) |
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Firewire (IEEE 1394) |
TI (unknown device) |
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PCMCIA/CardBus |
TI (unknown device) |
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Akku |
Sony, Li-Ionen, 72Wh |
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Modem (intern) |
PCTel 2304WT, 56k V.92; deutsche Version; RJ11 |
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European-Advanced Port Replicator |
Eine Dockingstation, nicht der Targus USB Portreplikator. |
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Netzteil |
90W, Stromkabel -D- (Deutschland) |
Von CD wurde Debian GNU/Linux 3.0 (woody) installiert, welches über das Netz auf testing upgedatet wurde. In der Zwischenzeit sind auch ein paar Pakete aus unstabel installiert.
Daneben ist noch das mitgelieferte Windows(TM) XP Professional installiert.
Zunächst wurden unter dem mitgelieferten Windows(TM) XP (im Folgenden kurz "XP") die Quellen für das Kernelmodul des on-board NICs von der Broadcom Website geladen und auf CD gebrannt. Anschließend wurde von der Debian Installations CD 1 gebootet und mit fdisk die Platte neu partitioniert.
Die kleine, ca. 55MB große Partition 1 (hda1) mit dem Dateisystemtyp "Dell Utility" wurde beibehalten. Für XP wurde eine 10GB große, primäre Partition (hda3) angelegt und als bootbar gekennzeichnet. Für Linux wurde die restliche Platte wie folgt aufgeteilt:
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Name |
Dateisystemtyp |
Größe |
Mount-Point |
|---|---|---|---|
|
hda2 |
ext3 |
10MB |
/boot |
|
hda5 |
ext3 |
100MB |
/ |
|
hda6 |
swap |
512MB |
swap |
|
hda7 |
ext3 |
1GB |
/tmp |
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hda8 |
ext3 |
2GB |
/var |
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hda9 |
ext3 |
5GB |
/home |
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hda10 |
ext3 |
2GB |
/opt |
|
hda11 |
ext3 |
19GB |
/usr |
Da der Installations-Kernel (2.2.19!) auf der CD 1 ext3 nicht unterstützte, wurden die Partitionen als ext3-Partitionen angelegt. Sie wurden daher zunächst als ext2 gemountet.
Vor der Linux Installation wurde dann XP auf seine eigene Partition installiert.
Die Installation gestaltete sich so problemlos, dass es hier eigentlich nichts zu berichten gibt.
Einzig die Tastaturerkennung ging schief, so dass ich den Installationsprozess mit einer amerikanischen Tastenbelegung durchführen musste. Da ich von Debian GNU/Linux 3.0 (woody) auf testting upgraden wollte, installierte ich nur ein minimales System, d.h. z.B. kein X11. Wichtig war mir nur, dass ich ein System bekommen, mit dem ich einen Kernel kompilieren konnte.
Nach der LILO Installation wurde das System neu gebootet.
Zunächst wurden die auf den CDs vorhandenen Kernel-Quellen vom 2.4.5er Kernel installiert. Von CD wurden die Quellen des Broadcom-Moduls auf die Platte nach /usr/src/modules (nur ein Vorschlag) kopiert und entpackt. Der 2.4er Kernel wurde konfiguriert und kompiliert. Das bzImage wurde nach /boot kopiert und die Datei /etc/lilo.conf entsprechend um einen Menueintrag für dieses Image erweitert. Durch einen Aufruf von lilo wurde das neue Boot-Menu auf /dev/hda installiert (XP wurde natürlich auch eingetragen). Mit make make_modules wurden die neuen Kernel-Modules installiert.
Letztlich wurde das Broadcom-Module durch ein einfaches make kompiliert; mit make install wurde es in die modules-Hierarchie unter /lib/modules/2.4.5 kopiert. Am Ende wurde das System neu gebootet.
Der neue Kernel bootete ohne Probleme. Ein update-modules wurde ausgeführt und anschließend das Broadcom-Modul mit modprobe bcm4400 geladen. Auch hier gabe es keine Probleme.
Nun konnte das Netzwerk konfiguriert werden, was bei mir durch DHCP sehr schnell erledigt war.
Das Upgrade auf Testing erfolgte über das Netz: Vom Server wurde eine vorbereitet sources.list-Datei nach /etc/apt/ kopiert und die Paketliste mit einem apt-get update aktualisiert. Jetzt wurde das minimale System durch ein apt-get upgrade und ein anschließendes apt-get dist-upgrade auf testing hochgezogen. Zusätzlich wurden die Kernel-Quellen des 2.4.22er-Kernels installiert. Dieses Kernel-Upgrade sollte unbedingt durchgeführt werden!
Auch dieser Kernel wurde wieder kompiliert und installiert. Nicht vergessen das Broadcom-Modul neu zu kompilieren und zu installieren. Ein Hinweis: Dieser Kernel enthält ein Modul für die Broadcom-Netzwerkkarte, welches bei mir aber Schwierigkeiten im Zusammenhang mit DHCP macht. Irgendwie gab es immer Timeouts beim booten und laden der Netzkonfiguration über DHCP.
Seit Mai 2004 läuft bei mir der Kernel 2.6. Das Kernel-Update von 2.4 auf 2.6 ging bei mir problemlos über die Bühne. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich ein Update nur empfehlen. Seit diesem Kernel setze ich auch das Kernel eigene Modul für den Netzwerkadapter (b44) ein.
Nach einem erfolgreichen Neustart mit dem 2.4.22er-Kernel wurden die alten Kernel aus dem System und der Lilo-Konfiguration entfernt. Nun konnte der Rest des Systems (X11, versch. Tools für Hotplugging-Geräte und Laptops, ...) installiert werden.
Unbedingt zu empfehlen ist die Installation und Konfiguration der i8ktuils. Hierbei handelt es sich um Programme, mit denen sich u.a. die eingebauten Lüfter des Dell Laptops steuern lassen. Sehr zu empfehlen!
Die Installation des Packages laptop-net lohnt sich,
da der Broadcom Chip MII unterstützt, d.h. die Trennung vom
Netzwerk (z.B. Ausstecken des Netzkabels im Betrieb) wird automatisch
erkannt.
USB selbst läuft perfekt. Sowohl Tastatur als auch eine optische Maus hängen am USB Port.
Ebenfalls am USB Port kann ich ohne Probleme mit den folgenden Geräten arbeiten:
Das Cradle meines P800 wird erkannt, weiter habe ich aber noch nichts damit unternommen.
Bluetooth funktioniert auch. Zumindest konnte der Laptop mein P800 (Mobiltelephon von Sony Ericsson) aufspüren und das P800 hat auch den Laptop erkannt. Anpingen ging ebenfalls und Dateien auf das Mobiltelephon hochladen ging auch ohne Probleme. Was ich noch nicht versucht habe: Dateien vom Handy empfangen. Meine Dateitransfers erledige ich momentan immer über einen USB-Kartenleser.
Sehr geholfen haben mir die folgenden Links:
Zur Kontrolle hier das Protokoll des Bootvorgangs (dmesg für 2.4er Kernel): dmesg-2.4